Narrenbrunnen
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- Veröffentlicht am Dienstag, 24. Januar 2012 21:25
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Schon seit langer Zeit geisterte die Idee eines Narrenbrunnens in den Köpfen der Narrenzunft umher. Die Suche nach einem geeignetem Platz war nicht einfach. Erst mit der Neugestaltung des Speidelsberges konnte dieses Vorhaben mit großzügiger Unterstützung der Stadtverwaltung und einiger Sponsoren realisiert werden. Der Kunstschmied Gerhard Längerer wurde mit der Gestaltung und Ausführung des Brunnens beauftragt. Die Grundidee des Brunnens zeigt ein turmartiges, offenes Narrenhaus, das wohl den noch bestehenden mittelalterlichen Stadttürmen von Weil der Stadt nachempfunden ist.

Aus getriebenem Kupfer schuf Gerhard Längerer in kunstvoller Handarbeit die ersten Figuren der Weiler Fasnet - die Hexe und den Schlehengeist. Mit einer zünftigen "narreten" Feier konnte der Brunnen am 11.11.1986 eingeweiht werden. Im Laufe der Jahre folgten schrittweise weitere Figuren.
Der Steckentäler, der Bär, der Zigeuner, der Zunftmeister (er fiel bei der Einweihung in den Brunnen, deshalb sieht man ihn heute aus dem Wasser steigen!) und das Spicklingsweib. Insider erkennen in den Figuren manche bekannte Personen der Weiler Fasnet wieder. Nach und nach haben alle Weiler Fasnetsfiguren hier einen Platz gefunden.

In einer spektakulären Aktion wurde am 25.Februar 2001, innerhalb eines sportlichen Wettstreits der Weiler Schellenteufel gegen die Weiler Hexen, in den Minuten vor dem Großen Umzug die kleine Hexe am Narrenbrunnen in neue Gewänder gehüllt.
Das war die entscheidende Führung!
Bis die Hexen, in ihrer Ehre gekränkt, sich den ganzen Rosenmontag Zeit nahmen den Narrenbrunnen in etwas ganz Besonderes zu verwandeln.

Danke an die Weiler Hexen! Es war eine super Fasnet und ein toller Wettkampf!

2004 kam die langersehnte, mit Mühe zusammengesparte Teufelsfigur auf den Narrenbrunnen!
